Immer mehr Zukunftstrends zu den Themen Ecology und Convenience  finden ihren Platz und ihre Reichweite auf sozialen Netzwerken wie Instagram.

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Unter dem Hashtag #whomademyclothes wächst eine Bewegung, die für mehr Transparenz in der Fashionindustrie plädiert: Konsument:innen posten Bilder von sämtlichen Kleidungsstücken mit der Frage #whomademyfabric?, woraufhin sich einzelne Hersteller unter dem Hashtag #Imadeyourfabric zurückmelden. Auf diese Weise entsteht ein virtueller Austausch – der erste Schritt hin zu einer Fashion Revolution.

Transparenz geht Hand in Hand mit Nachhaltigkeit. Die #whomademyclothes-Bewegung ist nur ein Beispiel von vielen, das aufs Neue beweist: Die Konsument:innen von morgen fühlen sich verantwortlich unseren Planeten zu schützen. Deshalb wird es immer mehr zur Aufgabe von Marken und Unternehmen in ihrer Kommunikation transparent zu sein: Wo kommen meine Produkte her? Inwiefern leisten ich und mein Team einen positiven Beitrag für die Umwelt? Solche Fragen offen zu legen schafft Vertrauen und steigert die Glaubwürdigkeit einer Marke.

Ecology + Convenience = Ecovenience. Was bedeutet dieser Zukunftstrend?

Auf der einen Seite steht die Notwendigkeit nachhaltiger Praktiken, auf der anderen Seite der Wunsch nach einfachen Konsumerlebnissen. Daraus entsteht ein neuer Markentrend – Eco-venience. Das bedeutet: Nachhaltigkeit für Konsument:innen einfacher, transparenter und bequemer zu machen.

Warum müssen Marken ecovenient, also ecological und convenient sein?

Menschen sind Klima- und Umweltschutz immer wichtiger. Sie haben erkannt, dass Veränderung notwendig ist und wollen dies in ihrem Alltag und Konsum umsetzen.

Zukunftstrend Ecovenience

76% der Deutschen betrachten es als Mehrwert für ihre Lebensqualität, wenn ein Unternehmen seine ökonomische, sozial und ökologische Haltung transparent macht.

Konsument:innen erwarten von Unternehmen und Marken, umweltfreundliche Konsumoptionen auf transparente, einfache und komfortable Art und Weise anzubieten.

Damit schafft Eco-venience einen bewussten und zukunftssicheren Rahmen für Marken und Unternehmen.

Wie kann der Zukunftstrend Ecovenience konkret umgesetzt werden? Wer macht es schon richtig gut?

(1) Transparenz

Zukunftstrend Ecovenience

Wie transparente Kommunikation konkret funktionieren kann, zeigt zum Beispiel das Hamburger Mode-Label „Jan’n June“: Es erstellt eine sogenannte „Eco-ID“ für jedes Kleidungsstück, die in Form eines QR-Codes am Hangtag befestigt ist. Dieser kann jederzeit mit dem Handy gescannt werden. So können potentielle Kund:innen schon vor dem Kauf alles über die Herkunft der Kleidung erfahren.

(2) CO₂-Labelling und Kompensation

Das CO2-Label wurde erstmals 2006 in Großbritannien entwickelt, um den Kohlenstoff-Fußabdruck eines Produktes anzugeben. Mittlerweile gibt es weltweit Klimalabelinitiativen, die solche Umweltlabels testen und sich für deren Einführung einsetzen.

Unternehmen und Brands nutzen das Umweltzeichen um den Konsument:innen Transparenz zu bieten – und sogar einen Schritt weiter: Kompensation. Vor diesem Hintergrund entwickeln Mastercard und das schwedische Fintech Doconomy einen CO2-Rechner, der Verbraucher:innen eine aktuelle und individuelle Übersicht über ihre CO2-Emissionen gibt. Mit diesem sogenannte „Carbon Calculator“ kann die eigene CO2-Bilanz über zertifizierte Projekte dann auch direkt ausgeglichen werden.

Zukunftstrend Ecovenience

(3) Einfacher Zugang

Die Konsument:innen von morgen setzten auch auf Bequemlichkeit. Das verdeutlicht die steigende Nachfrage nach veganen und lokalen Food Angeboten in Discountern. Sie suchen vermehrt nach one-stop Lösungen, bei denen sie nachhaltige, faire und ethische Konsumalternativen erhalten können.

Zukunftstrend Ecovenience

Ein solches Lösungsbeispiel setzt der Dänische Supermarkt Netto um: Plakate mit Wolken-Icons labeln welche Items und Produkte bezogen auf CO2-Emissionen weniger schädlich sind. So kann nachhaltiger Konsum ganz einfach in den Alltag integriert werden.

(4) Alternative nachhaltige Angebote (Eco Love Brands)

Zahlreiche Marken entstehen im Namen von Begriffen wie „Eco-friendly“, „Fair Fashion“ oder „Sustainable Brand“ und machen es sich zu Aufgabe eine umweltfreundliche Alternative zu bieten.

Das Schuhlabel „Veja Sneakers“ verrät seine Mission schon mit dem Namen selbst: Veja=Schau hin. Die Kund:innen sollen quasi dabei zuschauen können, wie ein Sneaker gemacht wird. Auf ihrer Webseite erzählt die Marke ihre ganz persönliche Geschichte und ihren Weg hin zur nachhaltigen Trendmarke.

Zukunftstrend Ecovenience

(5) Belohnung

Zukunftstrend Ecovenience

Was Nachhaltigkeit für Konsument:innen umso attraktiver macht: Wenn es dafür sogar eine Belohnung gibt. Nach diesem Prinzip funktioniert eine App aus Singapur: Susgain. Sie belohnt umweltbewusstes Handeln und Konsumieren mit Punkten, Cashback und Spenden. Die App listet umweltfreundliche Alternativen in direkter Umgebung auf. Von Geschäften, über Restaurants bis hin zu Events oder Water Refill Stations – zahlreiche Marken und Unternehmen sind bereits Teil der Community und stellen einen Susgain QR-Code zur Verfügung, den die User:innen scannen können um ihren Cashback zu erhalten. Mit diesem können sie alternativ auch Impact anliegen unterstützen.

(6) Beteiligung

Einen positiven Beitrag zu leisten und sich zu beteiligen motiviert. Die Brauerei BrewDog entwickelt das „Cans for Equity“-Programm, das jeden, der 50 leere BrewDog Bierdosen einhandelt mit Aktien an dem Unternehmen belohnt und sie zum sognannten „Equity Punk“ kürt. Mehrere Unternehmensinitiativen sind Teil der Mission, den alten Bierdosen ein neues Leben zu geben.

Zukunftstrend Ecovenience

Wie kann ich den Zukunftstrend Ecology und Convenience bei meiner eigenen Marke anwenden?

Stelle dir die Frage: Wie eco-venient bin ich?

Was machen wir bei unserer Marke schon gut? Wo sind wir nachhaltig? Wo transparent? Wie machen wir es den Konsument:innen möglichst einfach und bequem?

Überlege dir, wie du dich noch verbessern kannst und so auch deine Glaubwürdigkeit steigern kannst. Lass dich von genannten Angeboten und Beispielen inspirieren und mach dir einen Plan, wie du Eco-venience in dein Unternehmen, in deine Markenstrategie integrieren kannst.