Wie wird das Coronavirus unsere Gesellschaft verändern?

Das Coronavirus schüttelt die Welt gerade ordentlich durch. Und sortiert sie neu. In der nächsten Zeit wird das Virus mit voller Wucht über uns hinwegfegen. Und spätestens im Herbst werden wir einiges dazugelernt haben.

So sortiert ein kleines Virus unsere Welt gerade völlig neu.

Seit einigen Wochen mutieren wir zu Informations-Junkies wenn es um die aktuelle Entwicklung des Coronavirus geht. Und während sich die Welt mit dem „jetzt“ beschäftigt fragen wir uns, was dieses Virus mit uns als Gesellschaft macht.

Ob wir wollen oder nicht, wir stecken mitten drin in dieser Krise, die wir alle gemeinsam bewältigen müssen. Und obwohl die Auswirkungen heute noch für keinen absehbar sind wissen wir doch, dass dieses Virus Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen wird.

Lasst uns doch mal gemeinsam einen Blick in die Zukunft werfen. Was werden wir lernen, in den nächsten 6 Monaten? Wie wird uns das Virus als Gesellschaft verändern?

Wir sind alle gleich, das haben wir nun endlich verstanden.

Ohne Ausnahmen. Egal woher wir kommen. Welches Geschlecht wir haben. Welche Religion. Welches Einkommen. Oder Bekanntheitsgrad. Wir alle sind verwundbar. Jederzeit. Immer und überall.

Wir haben keine Lust mehr auf profilierungssüchtige Selbstdarsteller.

Es sind die, die wirklich was zu sagen haben, denen wir zuhören. Die uns kompetent durch diese Krise begleiten. Oder wer hätte gedacht, dass Christian Drosten als Virologe und sympathischer Supernerd gerade die Welt im Alleingang rettet? Zumindest fühlt es sich so an. Ohne Effekthascherei. Ohne Selbstverliebtheit. Dafür mit ganz viel Empathie. Unaufgeregt, nüchtern und klar. Für mich ein wahrer Superheld.

Für alle die fundiert informiert werden wollen, hier der täglicher Podcast von Dr. Christian Drosten. Sehr zu empfehlen!

Das sind sie, unsere wahren Helden.

Unsere echten Helden finden wir nicht auf der Leinwand. Und schon gar nicht auf Insta oder Youtube. Die wahren Helden riskieren gerade ihre eigene Gesundheit für uns. Und das bei meist miesen Arbeitsbedingungen. Das verdient nicht nur Anerkennung und Respekt. Das verdient vor allem mehr Geld und bessere Rahmenbedingungen. Denn ohne das medizinische Personal sind wir alle nichts. Diese Erkenntnis wird sich tief in uns festsetzen. Und die Wertigkeit von Pflegeberufen neu einordnen.

Wir verstehen die Bedeutung der Digitalisierung für unsere Gesellschaft.

Ob Kommunikation oder Information. Ob in Bildung oder in den Unternehmen. Wer in die Digitalisierung investiert hat wird die Auswirkungen der Krise anders verkraften als rein traditionelle Betriebe. Unternehmen, die die Digitalisierung bisher verschlafen haben, werden endlich aufwachen aus ihrem Dornröschenschlaf. Sofern es noch nicht zu spät ist. Zwischenzeitlich findet unser soziales Leben online statt. Konzerte über Youtube. Ein Glas Wein mit Freunden über Zoom. Oder der Kaffee mit der Mama über die Videofunktion bei WhatsApp.

Die Wichtigkeit für ein funktionierendes Gesundheitssystem. 

Wir werden verstehen wo unsere Stärken liegen, aber unsere Schwachstellen werden genauso deutlich sichtbar. Die Zeiten in denen ein Großteil der Produktion der Pharmaunternehmen in China liegt dürften hoffentlich der Vergangenheit angehören. Genauso wie unser krankgespartes Gesundheitssystem. Gesundheit braucht Verantwortung. Von der Politik und der Wirtschaft. Jeder dürfte mittlerweile verstanden haben, Gesundheit kostet Geld, vor allem wenn wir in Europa produzieren.

Wissen, was wirklich zählt.

Nicht der nächste Urlaub. Das Konzert. Nicht einmal der Job. Es sind wir Menschen, die zählen. Jeder einzelne von uns. Denn wir sind alles was wir haben. Und so hält uns ein kleiner Virus gerade den gesellschaftlichen Spiegel vor. Und macht aus uns das was wir selber nicht hinbekommen haben. Eine reifere, besonnenere und wertschätzende Gesellschaft.

„Fakt wird sein, dass es uns verändern wird. Aber in welche Richtung, darüber entscheiden alleine wir.“

Das Virus wird uns als Gesellschaft stärker machen.

Wir werden klarer einordnen können was wirklich wichtig ist. Unserer Gesundheit mehr Wertschätzung schenken. Die Prioritäten werden sich verschieben. Europa wird noch näher zusammenrücken. Wir werden die „Geiz ist Geil“ Mentalität endgültig ablegen. Noch deutlicher darauf achten wo, neben Kleidung und Nahrung, vor allem auch unsere Medikamente herkommen. Und wir werden uns Verneigen vor unserem medizinischen Personal das uns durch diese Krise trägt. Danke!

Ist das schon alles? 

Nein, aber jetzt bist du dran. Was denkst du – wie sieht sie aus unsere Welt in 6 Monaten? Was haben wir bis dahin als Gesellschaft dazugelernt? Schreib uns. Wir sind gespannt auf eine Meinung.

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